Kleinpolen · Krakau

Aktivitäten & Touren in Krakau

Krakau ist eine Stadt, in der du erstaunlich wenig buchen musst. Die Altstadt ist klein, fast alles liegt zu Fuß beieinander, und die großen Erlebnisse sind entweder ohnehin nur mit Führung zu haben oder brauchen gar keine. Diese Seite sortiert, was sich lohnt, was du besser selbst organisierst und wofür sich eine Begleitung wirklich auszahlt.

Auf einen Blick

  • Grundregeldie Altstadt durchquerst du in 20 Minuten zu Fuß
  • KulinarischObwarzanek, Zapiekanka, Maczanka po krakowsku
  • Auf dem WasserAusflugsboote an der Weichsel unterhalb des Wawel
  • Nur mit FührungSalzbergwerk Wieliczka
  • Zeitbedarfhalber Tag Wieliczka, ganzer Tag Oświęcim

Zu Fuß: der wichtigste Rat zuerst

Vom Barbakan im Norden bis zum Wawel im Süden sind es zwanzig Minuten, quer durch Kazimierz noch einmal fünfzehn. Wer in Krakau eine Bustour bucht, zahlt dafür, an Orten vorbeigefahren zu werden, die er zu Fuß besser sieht. Nimm dir die Liste auf der Seite Krakau Sehenswürdigkeiten, sortier sie nach Vierteln und lauf sie ab.

Eine Ausnahme gibt es: Für Kazimierz und Podgórze lohnt sich eine Führung wirklich. Die jüdische Geschichte Krakaus reicht mehr als siebenhundert Jahre zurück, und zwischen Synagogen, dem alten Friedhof und den Gettogedenkorten südlich der Weichsel siehst du ohne Erklärung nur Fassaden. Wähle eine Führung, die bei der Geschichte anfängt und nicht bei den Cafés. Was dich dort erwartet, steht auf der Seite Kazimierz.

Foodtour: Obwarzanek, Zapiekanka, Maczanka

Essen ist in Krakau der einfachste Zugang zur Stadt, und eine geführte Runde nimmt dir die Scheu vor der Speisekarte. Typisch dabei: der Obwarzanek krakowski vom blauen Wagen, ein geflochtener Brotring mit EU-Herkunftsschutz, der morgens frisch und nachmittags zäh ist. Dazu die Zapiekanka, ein überbackenes halbes Baguette, das am Plac Nowy in Kazimierz aus den Luken des runden Pavillons verkauft wird, eines ehemaligen jüdischen Schlachthauses.

Der lokalste Bissen ist die Maczanka po krakowsku, geschmorter Schweinenacken in der Semmel mit Sauce. Und dann gibt es noch die Milchbars, in denen du für wenig Geld isst, sobald du weißt, wie bestellt wird. Alles dazu steht auf der Seite Essen und Trinken in Krakau.

Tipp: Buch eine Foodtour für den ersten Abend, nicht für den letzten. Danach weißt du, was auf der Karte steht, was du bestellen willst und wo du keine zweite Chance brauchst.

Auf der Weichsel

Unterhalb des Wawel legen Ausflugsboote ab. Die kurze Runde ist eher gemütlich als spektakulär, gibt dir aber Burg, Kładka Bernatka und die Uferpromenaden aus der anderen Richtung. Interessanter sind die längeren Fahrten flussaufwärts zur Benediktinerabtei Tyniec, die auf einem Kalkfelsen über dem Wasser steht. Im Winter ruht der Betrieb.

Unter Tage: das Salzbergwerk

Wieliczka liegt vor den Toren der Stadt und ist der Klassiker unter den Halbtagesausflügen. Du kommst nur mit Führung hinein, gehst mehrere Hundert Stufen abwärts und stehst am Ende in einer Kapelle, die komplett aus Salz gehauen wurde. Unter Tage bleibt es konstant kühl, rund 14 bis 18 Grad. Der ganze Ablauf steht auf der Seite Wieliczka.

Tickets: Führungen für Wieliczka buchst du online mit fester Uhrzeit und Sprache, deutschsprachige Termine sind begrenzt und in der Hauptsaison früh weg. Eine Tour ab Krakau brauchst du dafür nicht: Der Regionalzug ab Kraków Główny bringt dich in gut zwanzig Minuten bis kurz vor den Eingang.

Zur offiziellen Website

Oświęcim: kein Ausflugsziel

Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau ist keine Sehenswürdigkeit und gehört nicht in eine Liste mit Bootsfahrten. Wenn du hinfährst, reservierst du vorab, hältst dich an die Verhaltens- und Gepäckregeln und planst den ganzen Tag. Für Kinder unter vierzehn Jahren wird der Besuch nicht empfohlen. Kombinationsangebote, die Bergwerk und Gedenkstätte in einen Tag pressen, werden beidem nicht gerecht. Die praktischen Fragen klärt die Seite Auschwitz-Birkenau.

In die Berge

Rund zwei Stunden südlich beginnt die Tatra. Zakopane ist der Ausgangspunkt: Holzarchitektur, ein Markt mit geräuchertem Schafskäse, Seilbahnen und der Weg zum Bergsee Morskie Oko. Als Tagesausflug ist das sportlich, mit einer Übernachtung deutlich entspannter. Alles zur Anreise und zur Frage, ob sich ein einzelner Tag lohnt, steht auf der Seite Zakopane und die Tatra.

Was du dir sparen kannst

Die Pferdekutschen am Rynek sind teuer, unbequem und für die Tiere auf heißem Pflaster kein Vergnügen. Elektrowagen mit Lautsprechertext bringen dich schneller herum, als dir lieb ist. Und Kneipentouren mit Wodkastationen sagen am Ende mehr über die Gruppe als über die Stadt.

Selbst organisieren lohnt sich fast immer: Wieliczka und Oświęcim erreichst du mit Zug und Bus, wie das läuft, steht auf der Seite Verkehr in Krakau. Buchen musst du nur die Eintritte, und die rechtzeitig.

Häufige Fragen

Braucht man in Krakau geführte Touren?

Für die Altstadt nicht, die läufst du in zwanzig Minuten von Nord nach Süd ab. Zwei Ausnahmen lohnen sich: eine Führung durch Kazimierz und Podgórze, weil dort die Geschichte nicht an den Fassaden abzulesen ist, und alles unter Tage in Wieliczka, wo du ohnehin nur mit Begleitung hineinkommst.

Lohnt sich eine Foodtour in Krakau?

Wenn du am ersten Abend gehst, ja. Du probierst Obwarzanek, Zapiekanka, Pierogi und meist etwas aus der Milchbar, und danach weißt du, was auf einer polnischen Karte steht. Wer die Küche schon kennt oder ungern in Gruppen isst, kommt mit einer eigenen Runde durch Kazimierz genauso weit.

Kann man Wieliczka und Auschwitz an einem Tag verbinden?

Technisch wird das angeboten, sinnvoll ist es nicht. Die Gedenkstätte in Oświęcim braucht einen ganzen Tag und danach Ruhe, das Bergwerk ist ein Halbtagesprogramm mit vielen Stufen. Wer beides hintereinander macht, hetzt durch die eine Hälfte und ist für die andere nicht aufnahmefähig. Trenne die beiden Tage.

Wie kommt man ohne Tour nach Wieliczka?

Mit dem Regionalzug ab Kraków Główny bis zur Station am Bergwerk, die Fahrt dauert gut zwanzig Minuten, danach sind es wenige Gehminuten bis zum Eingang. Alternativ fahren Kleinbusse aus der Innenstadt. Das Ticket für die Führung buchst du unabhängig davon vorher online, mit fester Uhrzeit.

Was macht man in Krakau bei Regen?

Krakau ist eine gute Schlechtwetterstadt. Unter dem Marktplatz liegt ein Museum zur mittelalterlichen Stadt, dazu kommen die Tuchhallen, die Museen in Podgórze, das Collegium Maius und viele Kirchen. Ein Regentag ist außerdem der beste Tag für Wieliczka, denn unter Tage merkst du vom Wetter nichts.