Auf einen Blick
- RückgratStraßenbahn, dazu Stadtbusse und Nachtlinien
- FlughafenKraków Airport in Balice, rund 11 km westlich
- Bahn vom Flughafenrund 20 Minuten bis Kraków Główny
- HauptbahnhofKraków Główny, Bahnsteige unter der Galeria Krakowska
- Altstadtweitgehend autofrei, Zufahrt stark begrenzt
- BezahlenZłoty, Karte auch am Automaten in der Tram
Zu Fuß ist die Grundeinstellung
Die Altstadt liegt komplett im Parkring der Planty und misst von Nord nach Süd gut einen Kilometer. Vom Barbakan bis zum Wawel läufst du zwanzig Minuten, von dort nach Kazimierz noch einmal fünfzehn. Für die meisten Tage brauchst du überhaupt kein Ticket. Zieh feste Schuhe an, das Pflaster ist alt und uneben.
Die Tram ist das Rückgrat
Sobald du weiter hinauswillst, nach Podgórze, zum Kościuszko-Hügel oder nach Nowa Huta, nimmst du die Straßenbahn. Das Netz ist dicht, die Takte sind kurz, ein Teil der Strecke verläuft im Tunnel unter dem Hauptbahnhof. Haltestellen werden angesagt und angezeigt, viele Fahrzeuge sind niederflurig. Nachts fahren eigene Linien nach eigenem Fahrplan.
Busse ergänzen dort, wo keine Schienen liegen, und fahren auch in Bereiche der Altstadt, um die die Tram außen herumführt. Beide Systeme nutzen dieselben Tickets.
Tickets: kaufen, entwerten, kontrollieren
Fahrkarten gelten nach Zeit, es gibt kurze Einzelzeiten für schnelle Fahrten und Tageskarten für intensive Tage. Kaufen kannst du am Automaten an der Haltestelle, am Automaten im Fahrzeug oder in einer App, mit der halb Polen fährt und die jakdojade heißt. Alle Automaten nehmen Karten, kontaktlos funktioniert zuverlässig.
Achtung: Ein Papierticket vom Kiosk musst du nach dem Einsteigen im gelben Entwerter abstempeln, sonst gilt es als ungültig. Ein Ticket, das du im Fahrzeug am Automaten kaufst, ist bereits mit Zeit bedruckt. Kontrollen kommen in Zivil, und Unwissenheit hilft dir dann nicht weiter.
Vom Flughafen in die Stadt
Der Flughafen liegt in Balice, rund elf Kilometer westlich. Vom Terminal führt ein überdachter Weg zum eigenen Bahnhof, von dort fährt der Zug in rund zwanzig Minuten zum Hauptbahnhof Kraków Główny. Das Ticket bekommst du am Automaten am Bahnsteig, in der App oder beim Schaffner im Zug. Stadtbusse fahren dieselbe Strecke, brauchen aber länger und stehen im Verkehr.
Gut zu wissen: Nimm im Ankunftsbereich kein Angebot von Leuten an, die dich mit dem Wort Taxi ansprechen. Offizielle Taxis stehen am ausgeschilderten Stand, noch einfacher sind die üblichen Fahrdienst-Apps wie Bolt, Uber oder FreeNow, die in Krakau alle funktionieren und den Preis vorher anzeigen.
Kraków Główny: Bahnhof unter dem Einkaufszentrum
Der Hauptbahnhof liegt nordöstlich der Altstadt, die Bahnsteige liegen unter der Galeria Krakowska. Wer mit Koffer ankommt, läuft erst einmal durch ein Einkaufszentrum. Das ist gewöhnungsbedürftig, aber gut ausgeschildert. Bis zum Rynek Główny sind es zu Fuß rund zehn Minuten durch die Planty, der Busbahnhof für Fernbusse liegt direkt dahinter.
Praktisch heißt das: Ein Hotel im Bereich zwischen Bahnhof und Altstadt spart dir bei An- und Abreise jede Fahrt. Welche Viertel sonst noch funktionieren, steht auf der Seite Hotels in Krakau. Aufzüge zu den Bahnsteigen gibt es, sie sind aber nicht immer die kürzeste Route, plane mit Gepäck ein paar Minuten mehr ein.
Mit dem Zug weiter durch Polen
Krakau ist gut angebunden. Nach Warschau (Warszawa) brauchen die schnellen Züge gut zweieinhalb Stunden, nach Kattowitz (Katowice) rund eine Stunde, nach Breslau (Wrocław) etwa drei, nach Danzig (Gdańsk) an die Ostsee einen halben Tag. Fernzüge buchst du am besten vorab, günstige Kontingente sind früh weg und beliebte Verbindungen füllen sich. Mehr zum System steht auf der Seite Polen mit dem Zug.
Tickets: Der Fernverkehr läuft über PKP Intercity, Regionalzüge über die Bahn der Woiwodschaft. Du buchst online oder am Schalter, brauchst im Fernverkehr eine Platzreservierung und zahlst in Złoty. Zugticket und Stadtticket sind zwei Paar Schuhe: Eine Fernfahrkarte gilt nicht in der Tram.
Auto: brauchst du nicht
Die Altstadt ist für den Durchgangsverkehr gesperrt, der Rest der Innenstadt ist bewirtschaftete Parkzone. Dazu arbeitet Krakau als erste polnische Stadt an einer Umweltzone, deren Regeln mehrfach angepasst wurden. Wenn du mit dem Auto anreist, prüf vor der Fahrt auf den offiziellen Seiten der Stadt, was gerade gilt, und stell den Wagen an einem Park-and-Ride am Rand ab. Was sonst auf polnischen Straßen gilt, von Maut bis Lichtpflicht, steht auf der Seite Mit dem Auto nach Polen.
Für Ausflüge brauchst du ebenfalls kein Auto: Wieliczka erreichst du mit dem Regionalzug in gut zwanzig Minuten, nach Oświęcim fahren Züge und Busse, und in die Tatra fahren Linienbusse ab dem Busbahnhof.
Rad, Roller und Barrierefreiheit
Entlang der Weichsel laufen gut ausgebaute Radwege, und Leihroller stehen an fast jeder Ecke. In der Altstadt sind sie mehr Ärgernis als Hilfe: Kopfsteinpflaster, Fußgängerzonen und Abstellverbote machen die Fahrt kurz. Nimm das Rad für die Uferwege und die Strecke nach Podgórze oder Tyniec, nicht für die Gassen um den Marktplatz.
Ehrlich zur Barrierefreiheit: Die neueren Trams sind niederflurig, viele Haltestellen erhöht, das funktioniert. Die Altstadt selbst ist es nicht. Das historische Pflaster ist grob, viele Eingänge haben Stufen, und in alten Mietshäusern fehlt oft der Aufzug. Wer schlecht zu Fuß ist, wohnt besser an einer Tramlinie am Rand der Planty als mitten in der Altstadt.
Bezahlen unterwegs
Alles läuft in Złoty. Automaten, Schaffner und Fahrdienst-Apps rechnen in polnischer Währung ab, Euro nimmt dir hier niemand ab. Kartenzahlung ist Standard, auch für ein Einzelticket. Wenn ein Terminal dir die Abrechnung in Euro anbietet, lehne ab und wähle Złoty, sonst zahlst du den Aufschlag der dynamischen Währungsumrechnung. Weitere Alltagsfragen klärt die Seite Krakau: Insider-Tipps.
Häufige Fragen
Wie kommt man vom Flughafen Krakau in die Stadt?
Am schnellsten mit dem Zug. Vom Terminal führt ein überdachter Weg zum Flughafenbahnhof, von dort dauert die Fahrt zum Hauptbahnhof Kraków Główny rund zwanzig Minuten. Tickets gibt es am Automaten, in der App oder beim Schaffner. Stadtbusse fahren ebenfalls, brauchen länger. Offizielle Taxis und Fahrdienst-Apps stehen am ausgeschilderten Stand.
Braucht man in Krakau ein Auto?
Nein, es macht die Sache eher schwerer. Die Altstadt ist weitgehend autofrei, ringsherum gilt eine bewirtschaftete Parkzone, und die Stadt arbeitet an einer Umweltzone. Tram und Bus decken alles ab, und die Ausflüge nach Wieliczka, Oświęcim und in die Tatra funktionieren mit Zug und Linienbus zuverlässig.
Wie kauft man Tickets für Tram und Bus?
Am Automaten an der Haltestelle, am Automaten im Fahrzeug oder in einer App. Alle Automaten nehmen Karten. Tickets gelten nach Zeit, für intensive Tage lohnt eine Tageskarte. Wichtig: Ein Papierticket vom Kiosk musst du nach dem Einsteigen im gelben Entwerter abstempeln, sonst fährst du ohne gültigen Fahrschein.
Wie lange dauert der Zug von Krakau nach Warschau?
Die schnellen Verbindungen brauchen gut zweieinhalb Stunden zwischen Kraków Główny und Warschau (Warszawa). Gebucht wird über PKP Intercity, mit Platzreservierung. Wer früh bucht, bekommt eher günstige Kontingente. Nach Kattowitz (Katowice) bist du rund eine Stunde unterwegs, nach Breslau (Wrocław) etwa drei, nach Danzig (Gdańsk) einen halben Tag.
Kann man in Krakau alles mit Karte bezahlen?
Praktisch ja. Kontaktlose Kartenzahlung funktioniert in Bahn, Tram, Taxi, Restaurant und Bäckerei. Bezahlt wird in Złoty. Lehne am Terminal und am Geldautomaten die Abrechnung in Euro ab und wähle die polnische Währung, sonst zahlst du einen Aufschlag. Ein kleiner Bargeldvorrat hilft in Milchbars und an Marktständen.



