Auf einen Blick
- WährungZłoty, Abrechnung in Euro am Terminal ablehnen
- Gratis-AussichtKopiec Krakusa und die Weichselufer
- Günstig essenbar mleczny, mittags
- WinterthemaSmog bei Inversionswetter
- SonntagHandelsverbot, viele Geschäfte geschlossen
Geld, Bezahlen, Alltag
1 Zahl in Złoty, nicht in Euro
Polen hat den Złoty, nicht den Euro. Wenn Terminal oder Geldautomat dir anbietet, in Euro abzurechnen, lehnst du ab und wählst Złoty. Diese dynamische Währungsumrechnung nutzt einen eigenen, schlechteren Kurs. Mehr dazu im Beitrag Bezahlen in Polen.
2 Bargeld am Bankautomaten holen
Nutze Automaten von Banken, nicht die bunten Geräte in Ladenzeilen und an Touristenecken. Und wechsle kein Bargeld am Flughafen oder Bahnhof. Wechselstuben heißen kantor, die in den Seitenstraßen haben in der Regel bessere Kurse als die direkt am Marktplatz.
3 Sonntags ist Handelsverbot
An den meisten Sonntagen bleiben Supermärkte und größere Läden geschlossen, nur an wenigen Sonntagen im Jahr wird geöffnet. Restaurants, Cafés und viele kleine Nachbarschaftsläden haben trotzdem auf. Kauf am Samstag ein, wenn du für Sonntagfrüh etwas brauchst.
4 Leitungswasser kannst du trinken
Das Krakauer Leitungswasser wird laufend kontrolliert und ist trinkbar, die Stadt wirbt sogar dafür. Nimm eine Flasche mit und spar dir das Schleppen von Wasserkisten.
Essen, ohne draufzuzahlen
5 In der Milchbar richtig bestellen
Karte an der Wand lesen, an der Kasse bestellen und zahlen, Bon nehmen, an der Durchreiche auf den Aufruf warten, Tablett am Ende selbst zurückbringen. Geh mittags, nicht abends, und hab etwas Bargeld dabei. Alle Klassiker stehen auf der Seite Essen und Trinken in Krakau.
6 Eine Gasse weiter essen
Am Rynek Główny zahlst du für die Lage. Lokale mit Karten in sechs Sprachen und Personal, das dich hereinbittet, überspringst du. Und bei Preisen pro hundert Gramm fragst du vor dem Bestellen nach dem Gesamtpreis.
7 Obwarzanek am Morgen
Der geflochtene Brotring vom blauen Wagen ist frisch am besten. Am Nachmittag ist er zäh. Zwei Stück plus Kaffee sind ein vollwertiges Frühstück für kleines Geld.
8 Trinkgeld richtig geben
Aufrunden oder rund zehn Prozent, und zwar indem du den Gesamtbetrag nennst. Ein „dziękuję“ beim Übergeben von Geld oder Karte wird oft als „stimmt so“ verstanden. Kein Drama, aber gut zu wissen.
Sehen, ohne Eintritt
9 Gratis über die Stadt schauen
Der Kopiec Krakusa im Süden ist ein künstlicher Hügel mit freiem Zugang und dem besten kostenlosen Rundblick über Krakau. Auch die Weichselufer und die Kładka Bernatka kosten nichts. Alle Hügel und Aussichtspunkte im Vergleich stehen auf der Seite Kościuszko-Hügel und Aussichtspunkte.
10 Früh auf dem Marktplatz sein
Zwischen sechs und acht Uhr gehört der größte mittelalterliche Marktplatz Europas den Tauben und den Lieferwagen. Danach füllt er sich für den Rest des Tages. Der Hejnał vom Turm der Marienkirche kommt zu jeder vollen Stunde und bricht mitten im Ton ab.
11 Kirchen sind Gotteshäuser
Schultern und Knie bedeckt, Mütze ab, Handy leise. Während der Messe wird nicht besichtigt und nicht fotografiert. In der Marienkirche gehen Betende durch das Hauptportal, Besichtigende durch den Seiteneingang mit eigenem Ticket. Halt dich an die Aushänge, sie sind eindeutig.
Was Krakau dir sonst nicht sagt
12 Smog im Winter mitdenken
Krakau liegt in einer Senke, in der sich bei Inversionswetter Luft staut. Seit September 2019 ist Heizen mit Kohle und Holz im Stadtgebiet verboten, besser geworden ist es dadurch spürbar. An kalten, windstillen Tagen kann die Luft trotzdem schlecht sein. Messwerte stehen online, empfindliche Menschen planen dann mehr Programm in Innenräumen.
13 Tickets vorher besorgen
Für den Wawel gibt es getrennte Tickets je Bereich mit Zeitfenster, für das Salzbergwerk Wieliczka gilt Führungspflicht. Für die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau ist eine Reservierung erforderlich, es gelten Verhaltens- und Gepäckregeln, und für Kinder unter vierzehn Jahren wird der Besuch nicht empfohlen. Plan dafür einen ganzen Tag ein.
14 Ticket entwerten, Schuhe anziehen
Ein Papierticket für die Tram gilt erst nach dem Stempeln im gelben Entwerter, Kontrollen kommen in Zivil. Und nimm feste Schuhe mit: Das Pflaster in der Altstadt ist uneben, in Kazimierz noch gröber. Wie das Netz funktioniert, steht auf der Seite Verkehr in Krakau.
15 Vier polnische Wörter reichen
„Dzień dobry“ beim Betreten eines Ladens, „poproszę“ beim Bestellen, „dziękuję“ zum Danken, „przepraszam“ zum Entschuldigen. Mehr braucht niemand, und der Unterschied in der Reaktion ist größer, als du denkst.
Achtung: Alkohol trinken ist in Polen im öffentlichen Raum verboten, das Bier auf der Parkbank kann teuer werden. Die Promillegrenze im Verkehr liegt bei 0,2 und damit klar unter der deutschen. Seit 2021 haben Fußgänger am Zebrastreifen Vorrang, verlass dich trotzdem nicht blind darauf.
Tipp: Speicher dir die polnischen Ortsnamen ins Handy, bevor du losfährst. Kraków, Wieliczka, Oświęcim, Zakopane: An Automaten, auf Anzeigetafeln und in polnischen Apps gibt es nur diese Schreibweise, den deutschen Namen findest du dort nicht.
Häufige Fragen
Was sollte man in Krakau vermeiden?
Die Abrechnung in Euro am Kartenterminal oder Geldautomaten, Wechselstuben direkt am Bahnhof und Flughafen, Restaurants mit mehrsprachigen Fotokarten am Marktplatz und die Kutschfahrten über das Kopfsteinpflaster. Dazu: keine zwei Tagesausflüge an einem Tag stapeln, vor allem nicht Salzbergwerk und Gedenkstätte zusammen.
Wie schlimm ist der Smog in Krakau?
Ein reines Winterthema. Die Stadt liegt in einer Senke, bei Inversionswetter staut sich die Luft. Seit dem Verbot von Kohle- und Holzheizungen im Stadtgebiet von 2019 ist es spürbar besser geworden, ganz weg ist das Problem nicht. An kalten, windstillen Tagen lohnt ein Blick auf die Messwerte und mehr Programm in Innenräumen.
Kann man in Krakau Leitungswasser trinken?
Ja. Das Wasser wird laufend kontrolliert und ist trinkbar, die Stadt wirbt aktiv dafür. Eine eigene Flasche spart Geld und Plastik. In älteren Häusern kann das Wasser anfangs metallisch schmecken, dann lässt du es kurz laufen. In Restaurants wird Wasser üblicherweise in Flaschen serviert.
Sind Geschäfte in Krakau sonntags geöffnet?
Meistens nicht. In Polen gilt ein Handelsverbot an den meisten Sonntagen, davon ausgenommen sind einige wenige Termine im Jahr. Supermärkte und Einkaufszentren bleiben dann zu, während Restaurants, Cafés, Bäckereien und viele kleine Nachbarschaftsläden geöffnet haben. Erledige größere Einkäufe also am Samstag.
Braucht man in Krakau Bargeld?
Wenig, aber nicht null. Kartenzahlung funktioniert praktisch überall, auch für Kleinbeträge und Fahrscheine. Ein paar Złoty in bar helfen in kleinen Milchbars, an Marktständen, bei Straßenimbissen und für Trinkgeld. Hol das Geld am Automaten einer Bank und lehne die Umrechnung in Euro ab.


