Auf einen Blick
- Polnischer NameStary Browar
- VorgeschichteBrauerei ab Mitte des 19. Jahrhunderts
- Umbauerster Teil 2003, Erweiterung 2007
- Auszeichnung2005 bestes Einkaufszentrum seiner Größenklasse weltweit
- NebenanPark Wilsona mit Palmenhaus von 1910
- Dauer1 bis 2 Stunden mit Park
Von der Brauerei zum Kunsthaus
Die Brauerei südlich der Innenstadt wurde im 19. Jahrhundert von einer Familie aus Süddeutschland aufgebaut und arbeitete bis in die Nachkriegszeit. Danach verfiel das Gelände. Ende der 1990er Jahre kaufte eine polnische Unternehmerin die Ruine und ließ daraus ein Haus bauen, das Läden, Ausstellungsräume und Höfe verbindet. Der erste Teil öffnete 2003, die Erweiterung folgte 2007.
Erhalten blieb, was tragfähig war: Ziegelmauern, Bögen, Gusseisenstützen, die alte Mälzerei. Neu ist alles, was glänzt. Genau diese Naht zwischen 1870 und 2003 macht den Reiz aus, und sie ist an keiner Stelle versteckt.
Warum die Architektur der Grund ist
Innen laufen Galerien um mehrere Höfe, Brücken kreuzen über deinem Kopf, und aus Nischen schauen Skulpturen. Kunst hing hier von Beginn an nicht als Deko an der Wand, sondern war Teil des Konzepts, samt eigener Ausstellungsfläche und einem Programm für Tanz und Performance. Schau nach oben, dort steckt der beste Teil des Entwurfs.
Der Innenhof ist im Sommer der angenehmste Platz: Backstein ringsum, Bäume in Kübeln, ein paar Stufen zum Sitzen. Zwischen zwei Programmpunkten ist das die entspannteste halbe Stunde, die du in Poznań bekommst.
Tipp: Komm am späten Nachmittag, dann steht die Sonne im großen Hof, und geh anschließend hinüber in den Park. Wer nur einen Tag in der Stadt hat, lässt das Haus aus und nimmt lieber den Alten Markt. Wer zwei Tage hat, kombiniert Stary Browar, Park und Palmenhaus zu einem ruhigen zweiten Nachmittag.
Park Wilsona und das Palmenhaus
Direkt hinter dem Gebäude beginnt der Park Wilsona, angelegt als Ausstellungsgelände und heute ein ruhiger Stadtpark mit Rosenrondell und alten Bäumen. Mittendrin steht die Palmiarnia, 1910 gegründet und eines der größten Palmenhäuser Europas.
Unter Glas verteilen sich mehrere Pavillons mit Palmen, Kakteen, Bananenstauden und Farnen, dazu kommen große Becken mit Fischen aus tropischen Flüssen. Bei Regen oder Kälte ist das die beste Adresse der Stadt, im Hochsommer die schwülste.
Tickets: Das Gebäude und die Höfe kosten nichts und brauchen keine Buchung, für Sonderausstellungen und für das Palmenhaus zahlst du an der Kasse. Wichtig beim Bezahlen: In Polen gilt der Złoty, nicht der Euro. Karten funktionieren hier praktisch überall, auch für kleine Beträge. Wenn das Terminal fragt, ob du in Euro abrechnen willst, lehnst du ab und wählst Złoty, sonst zahlst du den Aufschlag der dynamischen Währungsumrechnung. Geldautomaten am Eingang von Einkaufszentren rechnen oft besonders ungünstig um.
Wie du hinkommst
Vom Alten Markt läufst du gut fünfzehn Minuten nach Süden, vom Hauptbahnhof zehn Minuten nach Osten. Mehrere Tramlinien halten in der Nähe, Details stehen unter Verkehr in Posen. Die Gegend rund um den Park ist eine der besseren Adressen zum Übernachten, siehe Hotels in Posen. Alle weiteren Orte stehen unter Posen Sehenswürdigkeiten.
Wenn es nicht klappt
- Wenn es voll istAm Samstagnachmittag ist das Haus voll, bleib dann in den oberen Galerien und im Hof, dort verteilt es sich sofort. Wenn das Palmenhaus Schlange hat, dreh erst eine Runde durch den Park und komm eine halbe Stunde später wieder.
- Wenn es regnetDer beste Regenplan der Stadt: erst das Gebäude, dann durch den Park in zwei Minuten ins Palmenhaus, das komplett unter Glas liegt. Zusammen bekommst du damit einen ganzen Nachmittag trocken herum.
- Mit KindernDas Gebäude selbst ist für Kinder mäßig spannend, das Palmenhaus dagegen sehr: Fische, Kakteen, große Blätter. Im Park gibt es Wiesen zum Rennen. Buggys kommen hier besser voran als in der Altstadt.
- Mit eingeschränkter MobilitätDas Haus ist ein Neubau mit Aufzügen und Rampen und damit durchgehend gut befahrbar. Die Parkwege sind teils wassergebunden und nach Regen weich. Im Palmenhaus führen einzelne Stufen zwischen den Pavillons, das Personal zeigt dir den flachen Weg.
Häufige Fragen
Lohnt sich der Stary Browar, wenn man nicht einkaufen will?
Ja, für eine halbe Stunde. Der Reiz liegt in der Verbindung von alter Brauerei und neuem Bau: Ziegelmauern neben Stahl, Galerien um mehrere Höfe, Kunst in den Durchgängen. Wenn du in der Stadt nur einen Tag hast, ist der Alte Markt wichtiger. Bei Regen oder mit Zeitreserve ist es eine gute Ergänzung.
Was ist der Park Wilsona in Posen?
Ein Stadtpark direkt hinter dem Stary Browar, mit altem Baumbestand, Rosenanlage und Teichen. Sein Kern ist die Palmiarnia von 1910, eines der größten Palmenhäuser Europas, mit mehreren Pavillons und Aquarien. Zusammen ergibt das den grünsten Nachmittag, den du in Gehweite vom Zentrum bekommst.
Kann man im Stary Browar mit Karte bezahlen?
Ja, Kartenzahlung ist in Polen sehr weit verbreitet und funktioniert hier an jeder Kasse, auch kontaktlos. Bezahlt wird in Złoty, nicht in Euro. Wenn das Terminal dir anbietet, den Betrag in Euro abzurechnen, lehnst du ab: Diese dynamische Währungsumrechnung kostet dich einen Aufschlag, den du sonst nicht zahlst.
Wie viel Zeit braucht man für Stary Browar und Park?
Für das Gebäude reichen dreißig bis vierzig Minuten, wenn du nur schaust. Mit Park, Palmenhaus und einer Pause werden zwei Stunden daraus. Der späte Nachmittag ist am angenehmsten, weil dann die Sonne in den großen Hof fällt und der Park nicht mehr voll ist.





